Relevanz und Wirkungen
(GRI 3-3 a. und b.)
Die Klimabelange wurden (wie schon in der vorgängigen Analyse) in der 2024 bis Anfang 2025 durchgeführten doppelten Wesentlichkeitsanalyse als wichtigstes aller Nachhaltigkeitsthemen für den Konzern BKB identifiziert. Der Konzern BKB wurde als «typischer» Teil der gesamtwirtschaftlichen Struktur der Schweiz mit einem relativ hohen Klimafussabdruck eingeschätzt. Den grössten Anteil machen dabei nicht die betrieblichen, sondern die finanzierten Treibhausgasemissionen aus.
Finanzielle Chancen bietet dem Konzern BKB die Nachfrage von grossen Firmenkunden nach Finanzierungen für Investitionen im Zusammenhang mit der Transition bzw. Dekarbonisierung der Unternehmen, insbesondere aus dem Energie- und Bausektor. Aufgrund zunehmender regulatorischer Anforderungen wird erwartet, dass diese Nachfrage weiter zunehmen wird. Gleiches gilt für den erwarteten Finanzierungsbedarf für die Dekarbonisierung des schweizerischen Gebäudeparks (Private und Unternehmen). Eher gering werden die finanziellen Chancen für den Konzern BKB aus Beratungsleistungen und im Anlagegeschäft eingeschätzt.
Auch das Risikoprofil des Konzerns BKB könnte von den Auswirkungen des Klimawandels wesentlich beeinflusst werden. Insbesondere können dazu Transitionsrisiken als Folge von gesetzlichen Massnahmen, wie beispielsweise einem sehr starken Anstieg des CO2-Preises, beitragen. Diese könnten sich negativ auf die Bonität von Kreditkunden auswirken. Sollte sich ein solches Szenario materialisieren, könnte dies beispielsweise bei Renditeliegenschaften mit schlechter Energiebilanz zu einem starken Rückgang der Mietzinseinnahmen führen, da die Objekte aufgrund steigender Nebenkosten an Attraktivität verlieren. In der Folge würden die Verkehrswerte dieser Liegenschaften sinken. Der Konzern BKB bewirtschaftet dieses Risiko aktiv und hat für das Hypothekarportfolio bereits Absenkpfade für die finanzierten Emissionen definiert.
Mit der nachfolgenden Berichterstattung setzt der Konzern BKB die Vollzugsverordnung des Bundesrats zur Klimaberichterstattung für grosse Schweizer Unternehmen inklusive der Empfehlungen der ehemaligen Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) um.
Governance
(GRI 3-3)
Die Governance des Konzerns BKB im Bereich der Nachhaltigkeit wird im Kapitel Unser Anspruch und Ansatz zur Nachhaltigkeit im Überblick dargestellt. Diese Nachhaltigkeits-Governance ist auch für die Klimabelange gültig. Weitere Informationen zur übergeordneten Organisationsstruktur des Konzerns BKB finden sich ausserdem im Corporate-Governance-Bericht. An dieser Stelle werden spezifische klimabezogene Governance-Merkmale beschrieben und den verschiedenen Gremien und Fachgruppen zugeordnet.
Oberleitungsgremien
Als oberstes Aufsichtsorgan im Konzern BKB verantwortet der Bankrat die strategische Ausrichtung in Bezug auf Klimabelange und beschliesst die Klimaziele für den Betrieb und das Kerngeschäft als Teil der Konzernstrategie. Der Bankrat wird jährlich über den Zielerreichungsfortschritt informiert.
Als Teil seiner Gesamtverantwortung für die Klimabelange ist der Bankrat dafür zuständig, dass der Konzern die mit ihrer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken angemessen erfasst, begrenzt und überwacht. Bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe wird der Bankrat vom Risikoausschuss unterstützt. Dazu gehört das Erstellen eines Nachhaltigkeitsberichts, der unter anderem die Vorgaben zur Transparenz bezüglich Klimabelangen als Teil der nicht-finanziellen Belange (OR Art. 964a-c) zu berücksichtigen hat. Der Risikoausschuss wird mindestens jährlich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit und die Fortschritte beim Aufbau eines Klimarisikomanagements informiert.
Gemäss der aktuellen Vergütungspolitik und -praxis des Stammhauses BKB erhalten die Mitglieder des Bankrats eine pauschale Entschädigung, unabhängig von der Zielerreichung in Klimabelangen.
Managementgremien
Die Geschäftsführung des Konzerns und der Konzernfinanzgesellschaften erfolgt durch die Konzern- respektive die jeweilige Geschäftsleitung.
Die Konzernleitung ist zuständig für die operative Umsetzung der strategischen Ausrichtung des Konzerns und der Konzerngesellschaften, auch in Klimabelangen.
Die Geschäftsleitungen der beiden Konzernbanken sind zuständig für die Planung und Umsetzung sämtlicher Massnahmen zur Reduktion der betrieblichen und finanzierten Treibhausgasemissionen sowie für die Integration klimabezogener Risiken und Chancen in die operative Risiko- und Ertragssteuerung. Grundsätzlich gelten die bestehenden operativen Verantwortungen für das Ertrags-, Kosten- und Risikomanagement in den verschiedenen Geschäftsfeldern auch in Bezug auf Klimabelange.
Gemäss dem aktuellen Vergütungsmodell des Konzerns BKB für die Geschäftsleitung erhalten die Mitglieder der Konzernleitung bzw. die Mitglieder der Geschäftsleitungen der beiden Konzernbanken neben einer fixen Vergütung eine erfolgsabhängige variable Vergütung. Die Leistungen der Mitglieder werden anhand der Erreichung finanzieller und nicht-finanzieller Gesamtbank-, Bereichs- und individueller Ziele beurteilt. Klimaziele gehören aktuell nicht zu den vergütungsrelevanten Zielen.
Beirat Nachhaltigkeit
Der Beirat Nachhaltigkeit verfügt über breite fachliche Nachhaltigkeitskompetenzen – auch in Bezug auf Klimabelange. Er hat ausschliesslich beratende Funktion und kann Empfehlungen und Vorschläge zuhanden der Geschäftsleitungen des Stammhauses BKB und der Bank Cler beziehungsweise des Bankrats des Stammhauses BKB und des Verwaltungsrats der Bank Cler einreichen. Der Beirat wurde per Ende des Berichtsjahres aufgelöst und wird daher künftig nicht mehr Teil der Governance bezüglich Klimabelange sein. Weitere Informationen dazu im Abschnitt Governance im Kapitel Unser Anspruch und Ansatz zur Nachhaltigkeit im Überblick des Nachhaltigkeitsberichts sowie im Abschnitt zum Beirat Nachhaltigkeit im Corporate-Governance-Bericht.
Bereichsübergreifende Ausschüsse
Zur Steuerung der operativen Umsetzungsarbeiten im Konzern priorisiert das Kernteam Nachhaltigkeit die klimabezogenen Vorhaben und legt diese in Form der Jahresplanung den Geschäftsleitungen der Konzernbanken zur Abnahme vor. Das Kernteam ist zuständig für die inhaltliche Abstimmung der verschiedenen Massnahmen, um Überschneidungen zu vermeiden und Kooperationsmöglichkeiten sowie Synergiepotenziale zu identifizieren. Ausserdem stellt es den regelmässigen Informationsaustausch über die aktuellen Entwicklungen sicher.
Die Expertengruppe Sustainable Finance definiert die Anforderungen an klimabezogene Finanzierungprodukte* im kommerziellen Kundengeschäft, überprüft diese regelmässig auf neue Entwicklungen und legt sie der Geschäftsleitung zur Abnahme vor. Die Expertengruppe nimmt im Prozess zur Beurteilung der Erfüllung dieser Nachhaltigkeitsanforderungen eine zentrale Rolle ein. Darüber hinaus legt sie jährlich die Liste der Unternehmen fest, mit denen gemäss den aktuell geltenden Konzernrichtlinien zu kontroversen Umwelt- und Sozialthemen die Geschäftstätigkeit eingeschränkt ist.
* Namentlich Green Loans und Sustainability-linked Loans, siehe Abschnitt Finanzieren im Kapitel Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen.
Der Fachausschuss Nachhaltiges Anlegen ist u.a. für die methodische Ausgestaltung des nachhaltigen Anlageansatzes verantwortlich. In dieser Rolle prüft der Ausschuss, inwiefern Klimaaspekte bei der Anlagetätigkeit mitberücksichtigt werden können und sollen. Gegenstand der inhaltlichen Arbeiten ist beispielsweise die Erhöhung der Transparenz bzgl. der Exponierung von Anlageinstrumenten gegenüber CO2-intenisven Branchen oder Analysen inwiefern eine Klimaausrichtung der Anlagestrategien für die Investorinnen und Investoren Mehrwert stiftet.
Fachstelle Nachhaltigkeit
Die Fachstelle Nachhaltigkeit koordiniert geschäftsfeldübergreifend die nachhaltigkeits- und damit auch klimabezogenen Aufgaben und unterstützt die Fachbereiche bei der Klärung von Grundsatzfragen. Die Fachstelle Nachhaltigkeit ist verantwortlich für die betriebliche Treibhausgasbilanz, koordiniert die Datenerhebung, prüft die Datenqualität und ist Ansprechpartnerin von Swiss Climate sowie der externen unabhängigen Prüfstelle SGS (Société Générale de Surveillance SA). Weiter erarbeitet die Fachstelle den betrieblichen Klimaplan und trägt zur Erarbeitung der Klimaziele für das Kerngeschäft bei.
Risikokontrolle sowie Treasury und Risk Management
Die im Bereich Finanzen und Risiko angesiedelten Abteilungen Risikokontrolle sowie Treasury und Risk Management sind federführend bei der Integration von Klimarisiken in das bestehende Risikomanagement-Framework. Gemäss den im Reglement Risikomanagement festgehaltenen Aufgaben und Verantwortungen ist die Risikokontrolle zuständig für die Beurteilung und Überwachung der Klimarisiken innerhalb der bestehenden Risikokategorien. Treasury und Risk Management ist zuständig für die Ausarbeitung von Klimazielen im Kerngeschäft sowie der Steuerung des Kreditgeschäfts und der Finanzanlagen hinsichtlich der definierten Ziele und Risikotoleranzvorgaben.
Strategie
(GRI 3-3 c. bis f.)
Die im April 2025 vom Regierungsrat beschlossene Eignerstrategie für die Jahre 2025 bis 2029 formuliert konkrete Vorgaben bezüglich den Klimabelangen in Betrieb und Kerngeschäft. Unter anderem heisst es hier:
«Die BKB engagiert sich für den Umbau zu einer treibhausgasarmen Wirtschaft und entwickelt hierfür ihr Kerngeschäft bzw. ihr Angebot von Produkten und Dienstleistungen kontinuierlich weiter. Damit leistet die BKB ihren Beitrag zur Einhaltung der Zielvorgaben des Pariser Klimaabkommens, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad bzw. möglichst nicht höher als 1,5 Grad zu begrenzen. Zur Erreichung dieses Ziels arbeitet die BKB zudem darauf hin, die Nettoemissionen von Treibhausgasen aus ihrem Kerngeschäft bis spätestens 2050 auf netto null zu begrenzen. (...) Mit Hilfe von betrieblichen Effizienzsteigerungen strebt sie eine stetige Reduktion des Verbrauchs natürlicher Ressourcen an. Bis spätestens 2030 soll der CO2-Ausstoss Netto-Null betragen.»
Diese Vorgaben spiegeln sich im Nachhaltigkeitsverständnis des Konzerns BKB wider, stehen im Einklang mit den Pariser Klimazielen und finden sich als grundsätzliche Ambition in der aktuellen Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns BKB.
Zur Konkretisierung hat der Bankrat im Jahr 2024 den initialen Klimaplan verabschiedet. Der Klimaplan adressiert klimabezogene Risiken und Chancen (siehe die nächsten beiden Abschnitte) und formuliert konkrete Ziele und Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahren.
Klimabezogene Risiken
(GRI 201-2)
Klimabezogene Risiken werden anhand der Risikotreiber wie folgt unterschieden:
- Physische Risiken stehen im Zusammenhang mit den physischen Auswirkungen des Klimawandels, z.B. durch Unwetter verursachte Schäden an Gebäuden.
- Transitionsrisiken stehen im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft. Solche Risiken umfassen etwa neue Vorschriften, veränderte Ansprüche und Verhaltensweisen der Kundinnen und Kunden sowie technologische Entwicklungen.
Klimabezogene Risiken werden im Konzern BKB nicht als eigene Risikokategorie definiert, sondern stellen Treiber der bestehenden Risikokategorien dar. In Bezug auf die bestehenden Risikokategorien haben die Klimarisikotreiber unterschiedlich starke Auswirkungen.
Grundsätzlich kommt der Konzern BKB nach der zuletzt 2024 durchgeführten Analyse zu dem Ergebnis, dass Klimarisiken das Risikoprofil des Konzerns zwar durchaus beeinflussen, isoliert betrachtet aber ein geringeres finanzielles Risiko darstellen als «klassische» Risikotreiber, wie Immobilienkrisen oder Rezessionen. Allerdings können sie verstärkend wirken und in Kombination mit weiteren Risikotreibern das Verlustrisiko erhöhen.
Bei der Identifikation der Klimarisikotreiber wurde eine Einteilung in folgende Zeithorizonte vorgenommen:
- Kurzfristig: bis vier Jahre
- Mittelfristig: fünf bis zehn Jahre
- Langfristig: ab elf Jahren
Die für seine Geschäftstätigkeit bedeutendsten Transitionsrisiken hat der Konzern BKB aktuell in der mittleren Frist in den möglichen Auswirkungen rasch und deutlich ansteigender CO2-Kosten identifiziert.
In Bezug auf physische Risiken werden in der mittleren bis langen Frist mögliche Verluste durch Schäden an finanzierten Immobilien durch akute Extremwettereignisse am bedeutendsten eingeschätzt.
Im Folgenden werden die Auswirkungen der als wesentlich eingestuften Klimarisikotreiber auf die bestehenden Risikokategorien beschrieben.
Auswirkung1 der wesentlichen Klimarisikotreiber auf die Risikokategorien
Risikokategorie | Transitionsrisiken | Physische Risiken | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
kurzfristig | mittelfristig | langfristig | kurzfristig | mittelfristig | langfristig | |
Kreditrisiken | xx | xx | x | xx | ||
Marktrisiken | x | x | ||||
Operationelle Risiken | x | x | ||||
Strategische Risiken | x | x | ||||
1x = tief, xx = moderat, xxx = erhöht
Kreditrisiken
Klimarisiken könnten sich nach aktueller Einschätzung des Konzerns BKB insbesondere auf die Kreditrisiken im Hypothekar- und Firmenkundengeschäft auswirken. Dies zum einen durch Wertverluste von Liegenschaften, die im Hypothekargeschäft als Sicherheiten dienen. Die Wertverluste könnten hier aus physischen Risiken (insbesondere in Form von Überschwemmungsschäden) und aus Transitionsrisiken (Anstieg der CO2-Kosten) resultieren. Zum anderen könnten sich Klimarisikotreiber auf die Ausfallrisiken auswirken, beispielweise wenn steigende Energiekosten die Rentabilität bestimmter, kundenseitiger Geschäftsmodelle schmälern.
Marktrisiken
In Bezug auf die Marktrisiken im Handelsbuch könnten plötzliche Kurskorrekturen von Wertschriften, die beispielweise durch verschärfte Regulierungen in CO2-intensiven Sektoren ausgelöst werden, zu Handelsverlusten führen. Im Berichtsjahr war der Konzern BKB jedoch in solchen Sektoren nur geringfügig exponiert.
Operationelle Risiken
Falsche oder unpräzise Angaben bezüglich Nachhaltigkeitsaspekten von Produkten und Dienstleistungen könnten für den Konzern BKB zu Vorwürfen und in der Folge zu Reputationsverlusten führen, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken würden.
Strategische Risiken
Änderungen der kantonalen und/oder nationalen Gesetzgebung, zum Beispiel in Bezug auf indirekte Emissionen, könnten für den Konzern BKB Auswirkungen auf seine Geschäftstätigkeit haben und die strategische Ausrichtung des Konzerns beeinflussen.
Klimabezogene Chancen
(GRI 201-2)
Der Konzern BKB kann seine Kundinnen und Kunden einerseits beratend begleiten und andererseits anhand von passenden Finanzierungsinstrumenten bei der Dekarbonisierung ihrer Geschäftsmodelle beziehungsweise ihrer Liegenschaften unterstützen.
Im Bereich des Produkt- und Dienstleistungsangebots bietet der aufkommende Finanzierungsbedarf für die klimafreundliche Transformation der Wirtschaft und der Gesellschaft eine grosse Chance.
Ein Beispiel aus dem Privatkundenbereich ist der Renovationsrechner. Mit Hilfe dieses Rechners erhalten Kundinnen und Kunden rasch eine erste Einschätzung zu den Renovationskosten und den Renovationszeitpunkten für ihre Liegenschaften. Gleichzeitig zeigt der Renovationsrechner auf, wie sie mit diesen Renovationen die Energieeffizienz verbessern und die CO2-Emissionen ihrer Liegenschaft reduzieren können. Das Erfassen der hierfür benötigten Eckdaten ist in wenigen Minuten möglich.
Durch ein gezieltes Produktangebot (wie z.B. Green Loans oder Green Bonds für Firmen, die Nachhaltigkeitshypothek für Privatkundinnen und -kunden oder nachhaltige Anlageprodukte für Institutionelle Kundinnen und Kunden) sowie strategische Partnerschaften konnten neue Märkte erschlossen werden.
Besondere Bedeutung für den Konzern BKB haben der Energiesektor, die Förderung klimafreundlicher Startups sowie die Finanzierung energetischer Sanierungen im Immobilienbereich. Die Chancen werden im Rahmen der Strategieerarbeitung und des jährlichen Review-Prozesses identifiziert und bewertet.
Resilienz
In Bezug auf die weitere Entwicklung des Klimawandels und auf die Ausgestaltung der Transformation zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft bestehen heute noch relativ grosse Unsicherheiten. Vor diesem Hintergrund hat der Konzern BKB in den letzten beiden Jahren verschiedene Szenarioanalysen durchgeführt: In Bezug auf die physischen Risiken hat eine externe Agentur in 2024 die Auswirkungen unterschiedlich starker Temperaturanstiege* (RCP-Szenarien 4.5 und 8.5) auf die Liegenschaften im Hypothekarportfolio und die vom Konzern BKB selbst genutzten Liegenschaften beurteilt.
* Betrachtet wurden die Szenarien RCP 2.6, RCP 4.5 und RCP 8.5. Letzteres entspricht einem Anstieg der globalen Mitteltemperatur bis zum Jahr 2100 um mehr als vier Grad im Vergleich mit dem vorindustriellen Zustand.
Um die möglichen Auswirkungen einer ungeordneten Transformation abzuschätzen, wurden 2024 mittels Stresstests die Auswirkungen eines unmittelbaren und sehr starken Anstiegs der CO2-Kosten auf das Firmenkundenportfolio und – in Form von Werteinbrüchen fossil beheizter Liegenschaften – auf das Hypothekarportfolio des Konzerns untersucht. Im Berichtsjahr wurden die Szenarioanalysen zum Firmenkundenportfolio aktualisiert.
Diese in den Jahren 2024 und 2025 durchgeführten Szenarioanalysen haben bestätigt, dass das heutige Geschäftsmodell und die heutige Strategie des Konzerns BKB sowohl gegenüber Szenarien mit erhöhten physischen Risiken als auch gegenüber solchen mit verstärkten Transitionsrisiken eine hohe Resilienz aufweisen. Es wurde kein unmittelbarer Anpassungsbedarf identifiziert.
Klimaplan
(GRI 3-3 c. bis f.)
Im Jahr 2024 wurde der initiale Klimaplan für den Konzern BKB erarbeitet. Dieser operationalisiert die bestehende strategische Ausrichtung im Einklang mit den Pariser Klimazielen und in Übereinstimmung mit den langfristigen Vorgaben der Eignerstrategie mittels konkreten Klimazielen und übergeordneten Massnahmen. Der Klimaplan adressiert die negativen Auswirkungen der betrieblichen und finanzierten Treibhausgasemissionen (wie üblich kategorisiert in drei Scopes gemäss Greenhouse Gas Protocol, siehe Grafik) sowie die identifizierten klimabezogenen Risiken und Chancen im Kreditgeschäft.
Im Kerngeschäft setzt der Konzern BKB auf den Vertrieb nachhaltiger Finanzierungsprodukte sowie den Abbau von Klimarisiken im Kreditgeschäft durch die Reduktion der finanzierten Treibhausgasemissionen.
Klimaplan Betrieb
Als Dienstleistungsunternehmen hat der Konzern BKB geringere direkte Umweltauswirkungen im Betrieb als ein produzierendes Unternehmen, insbesondere im Bereich der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen. Dennoch ist der Konzern BKB bestrebt, auch im Betrieb ambitionierte Ziele zu setzen und die Treibhausgasemissionen möglichst weitgehend zu reduzieren.
Im Einklang mit den Vorgaben des Eigners, den klimapolitischen Rahmenbedingungen des Kantons und des Bundes sowie den Richtlinien von Swiss Climate AG und in Anlehnung an die Science Based Target Initiative (SBTi) hat der Konzern BKB für den Betrieb aktuell die folgenden konkreten Ziele definiert:
Bis 2030:
- Scope 1 & 2: – 42 % (Basisjahr 2020/21)
- Scope 3: – 25 % (Basisjahr 2020/21)
Bis 2050:
- Scope 1 & 2: – 90 % (Basisjahr 2020/21)
Ausserdem strebt der Konzern BKB entsprechend den Vorgaben des Eigners danach, netto keine Scope-1-Treibhausgasemissionen bis 2030 mehr auszustossen. Absenkpfade, Ziele und Massnahmen werden regelmässig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Umfang der zu diesem Zeitpunkt verbleibenden Emissionen werden Negativemissionstechnologien finanziert.
Da im Bereich der Scope-3-Treibhausgasemissionen die sogenannten finanzierten Emissionen (Kategorie Scope 3.15) mehr als 99 % der Gesamtemissionen des Konzerns BKB ausmachen, hat der Bankrat entschieden, bei den Scope-3-Emissionen und den Zielsetzungen bis 2050 ausschliesslich auf die Kategorie der finanzierten Emissionen zu fokussieren. Die Vorarbeiten zur Definition der Ziele sind noch im Gang und entsprechend hat der Bankrat aktuell noch keine konkreten Scope-3-Ziele für das Kerngeschäft bis 2050 definiert.
Bei der Erhebung der Treibhausgasemissionen des Betriebs (und damit auch bei seinen Zielsetzungen sowie den Reduktionsmassnahmen) fokussiert der Konzern BKB auf die in der nachstehenden Grafik dargestellten Emissionskategorien:
Scope 1 | Scope 2 | Scope 3 |
|---|---|---|
Heizung (Erdgas, Erdöl, Holz) | Stromverbrauch | Energiebereitstellung |
Stromproduktion (Notstromgenerator, Photovoltaik) | Heizung (Fernwärme) | Eingekaufte Waren und Dienstleistungen (Papier, Druckaufträge, Versand, Wasser, Cloud) |
Kältemittel | Geschäftsreisen (Fahrzeuge des Konzern: Elektro) | Geschäftsreisen (externe Fahrzeuge, Hotelübernachtungen) |
Geschäftsreisen (Fahrzeuge des Konzerns: Benzin / Diesel) | IT-Geräte | |
Pendelfahrten | ||
Vermietete Flächen |
Für die Bestimmung der obengenannten betrieblichen Zielwerte bis 2030 bzw. 2050 hat der Konzern intern alle bestehenden und geplanten Massnahmen erhoben, welche die betrieblichen Treibhausgasemissionen beeinflussen können. Zudem wurde bei den Immobilienverwaltungen der gemieteten, aktuell noch fossil beheizten Betriebsflächen nachgefragt, wann sie auf ein erneuerbares Heizsystem wechseln. Ausserdem wurden generelle Trends wie z. B. die Veränderung der Antriebe von Fahrzeugen in den Massnahmenplan mitaufgenommen. Auf der Grundlage all dieser Informationen wurde berechnet, wie stark diese Entwicklungen und Massnahmen die betrieblichen Emissionen bis 2030 bzw. 2050 realistisch senken können. Die Prognosen wurden mit den politischen Rahmenbedingungen und den Zielvorgaben von SBTi abgestimmt und als Basis einer realistischen Zielsetzung verwendet.
In der nachfolgenden Darstellung werden die geplanten Massnahmen nach Scope zusammengefasst. Die Gebäude im Besitz des Konzerns BKB werden bereits heute praktisch alle mit erneuerbaren Energien beheizt, die meisten gemieteten Flächen jedoch noch nicht. Somit ist der Konzern bei der Zielerreichung von Scope 1 & 2 stark von der Umsetzung der Vorhaben der externen Immobilienverwaltungen abhängig.
Interne Massnahmen | Externe Abhängigkeiten / Trends | |
|---|---|---|
Scope 1 & 2 | Eigene Gebäude | Umstellung bestehender Heizsysteme in gemieteten Gebäuden. |
Wenn Fernwärme / Fernkälteanschluss vorhanden, werden diese verwendet. | Bereitstellung von Fernwärme. | |
Wenn kein Fernwärme-/Fernkältenetz vorhanden, dann sobald sinnvoll auf anderes erneuerbares Heizsystem umstellen. | Dekarbonisierung der Fernwärmeproduktion. | |
Verkauf von nicht mehr genutzten Gebäuden, sobald möglich und sinnvoll. | Entwicklung klimafreundlicherer Kältemittel. | |
Gemietete Gebäude | ||
Wenn der Konzern neue Flächen sucht, muss das Gebäude mit erneuerbarer Energie geheizt werden oder in absehbarer Zeit auf erneuerbares Heizsystem umstellen. | ||
Bei Erdgasheizungen: Kauf von Biogaszertifikaten, falls Konzern Reduktionsziel nicht erreichen sollte. | ||
Sonst | ||
Beibehaltung Kauf Weissenburger Ökostrom für Bank Cler. | ||
Je nach Auslastung der Fahrzeugflotte, diese reduzieren. Falls ein Fahrzeug ersetzt werden muss, dann auf Elektrofahrzeug umsteigen. | ||
In allen Gebäuden klimafreundlichste Kältemittel nutzen – regelmässig evaluieren. | ||
PV-Anlagen bauen, wo sinnvoll und möglich. | ||
Scope 3 | Konsequent digitale Kommunikation vorantreiben. | Ökologischere Antriebe Privatauto. |
Ladestationen E-Auto bei Bedarf ausbauen. | ||
Anreiz für ökologische Anreise der Mitarbeitenden bieten. |
Klimaplan Kerngeschäft
Im Einklang mit den Vorgaben des Eigners und der Verordnung über die Klimaberichterstattung hat der Bankrat für das Kerngeschäft des Konzerns BKB folgende Ziele festgelegt:
Das Kerngeschäft wird im Einklang mit der Eignerstrategie am Netto-Null-Ziel 2050 ausgerichtet. Der Konzern BKB orientiert sich an den klimapolitischen Zielen des Bundes und des Kantons. Für die Zwischenziele auf dem Weg zu Netto-Null wird der Konzern die Zielsetzungen aus der Eignerstrategie als Mindestvorgabe heranziehen (aktuell lautet die Zielsetzung «deutlich unter 2 Grad bzw. möglichst nicht höher als 1,5 Grad») und sich hierbei an wissenschaftsbasierten Standards orientieren.
Bei der erstmaligen Ausarbeitung des Klimaplans für das Kerngeschäft hat sich der Konzern BKB auf das Hypothekargeschäft fokussiert. Die Hypothekarforderungen stellen die mit Abstand grösste Bilanzposition dar. 2026 sollen die bestehenden Zwischenziele im Kerngeschäft auf das Firmenkunden- und Anlagegeschäft erweitert werden.
Der Konzern BKB verfolgt einen wirkungsorientierten Ansatz. Damit soll die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen aus dem Kerngeschäft in erster Linie anhand der Begleitung und Unterstützung der Kundinnen und Kunden in ihren Dekarbonisierungsprozessen erfolgen. Dazu besteht im Konzern bereits ein umfassendes Beratungs- und Dienstleistungsangebot, das in den kommenden Jahren weiterentwickelt wird. Hierbei spielen Partnerschaften eine wichtige Rolle.
Hypothekargeschäft
Das Hypothekargeschäft stellt das grösste und wichtigste Geschäftsfeld im Konzern dar und ist für etwa die Hälfte der finanzierten Emissionen aus dem Bilanzgeschäft verantwortlich. Berücksichtigt werden die Treibhausgasemissionen aus dem Betrieb der über Hypotheken finanzierten Immobilien. Entsprechend sind die Heizungsquelle und der Energiebedarf die relevanten Merkmale. Die Messung und die Zielsetzung für die Emissionen aus dem Hypothekargeschäft werden nach Nutzungsart der Immobilien unterteilt. Liegenschaften mit überwiegender Wohnnutzung werden der Asset-Klasse «Wohnimmobilien», Liegenschaften mit überwiegend gewerblicher Nutzung werden der Asset-Klasse «Gewerbeimmobilien» zugeteilt.
Für die Bestimmung von Zielwerten für die Reduktion der Treibhausgasemissionen aus dem Hypothekargeschäft verwendet der Konzern BKB den sektorspezifischen Ansatz* gemäss SBTi. Dabei wird das Reduktionsziel auf der physischen Intensität, d. h. dem Treibhausgasausstoss im Verhältnis zu einer sektorspezifischen physischen Metrik, definiert. Für den Gebäudesektor ist diese Intensität gegeben durch den Treibhausgasausstoss pro Quadratmeter.
* Sectoral Portfolio Intensity Convergence gemäss SBTi. Siehe Financial Institutions Net-Zero Standard Target-Setting Methods And Tool Documentation.
Abgeleitet aus den Vorgaben für wissenschaftsbasierte Ziele gemäss SBTi * hat der Konzern BKB basierend auf der vorgegebenen Emissionsreduktion im jeweiligen 1,5-Grad-Szenario von CRREM** folgende konkreten Ziele bis 2030 für das Hypothekargeschäft definiert:
- Wohnimmobilien: – 54 % (Basisjahr 2023)
- Gewerbeimmobilien: – 50 % (Basisjahr 2023)
* Die gemäss dem SBTi Buildings Target Setting Tool (Version 1.0) ausgegebenen Zielwerte je Gebäudekategorie für 2030 wurden zu einem Wohnimmobilien- und einem Gewerbeimmobilien-Zielwert aggregiert. Die Aggregation erfolgte volumengewichtet mit den jeweiligen ausstehenden Kreditvolumen pro Gebäudekategorie per 31.12.2023.
Absenkpfad Wohnimmobilien
in kg CO2e/m2
Absenkpfad Gewerbeimmobilien
in kg CO2e/m2
Die beiden Grafiken der Absenkpfade für den Wohnimmobilien- resp. den Geschäftsimmobilienmarkt der Schweiz (CRREM-Absenkpfad) respektive die Reduktionsziele des Konzerns BKB in den nächsten Jahren verdeutlichen, dass für das 1,5-Grad-Ziel im Schweizer Gebäudesektor eine sehr rasche Dekarbonisierung erforderlich ist. Um die Machbarkeit einer solchen Emissionsreduktion bis 2030 einschätzen zu können, wurde der Absenkpfad für das Konzern-Hypothekarportfolio unter verschiedenen Szenarien simuliert. Gemäss diesen im Jahr 2024 durchgeführten Analysen sind für eine zielkonforme Emissionsreduktion Zunahmen von Heizungsersatz- und Sanierungsvorhaben in einer Grössenordnung erforderlich, die der Konzern BKB unter den gegebenen Rahmenbedingungen als unwahrscheinlich erachtet.
Namentlich haben die Existenz von gesetzlichen Vorgaben und Fördermassnahmen zu Heizungsersatz und energetischen Sanierungsvorhaben sowie die Fortschritte bei der Dekarbonisierung von Fernwärme und Strom erheblichen Einfluss auf die Dekarbonisierung des Gebäudeparks und damit auf die finanzierten Emissionen im Hypothekargeschäft.
Der Kanton Basel-Stadt hat auf diesen Gebieten im interkantonalen Vergleich bereits weitreichende Initiativen angestossen, die Auswirkungen auf den Hypothekarbestand des Stammhauses BKB haben werden. Für die national ausgerichtete Bank Cler wird jedoch vielmehr von Belang sein, wie rasch die Dekarbonisierung des schweizweiten Gebäudebestandes gelingt.
Trotz dieser Abhängigkeiten von externen Faktoren erachtet es der Bankrat für wichtig, ambitionierte Klimaziele für den Konzern BKB zu setzen und im Rahmen der Möglichkeiten einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Schweizer Gebäudeparks zu leisten. Dazu hat der Konzern BKB Massnahmen identifiziert, die insbesondere auf die Erhöhung der Heizungswechsel- und Sanierungszahlen abzielen.
Um möglichst viele Kundinnen und Kunden für das Thema zu sensibilisieren und umfassend beraten zu können, werden die Kundenberatenden der beiden Konzernbanken laufend weitergebildet und es werden spezifische Tools wie der Renovationsrechner eingesetzt. Energetische Sanierungsvorhaben privater Eigentümer fördern die Konzernbanken mit der Nachhaltigkeitshypothek. Für die Finanzierung entsprechender Projekte von kommerziellen Kunden respektive der Verknüpfung der Finanzierung mit Nachhaltigkeitszielen bestehen ebenfalls spezifische Finanzierungsprodukte. Zudem werden verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Datenqualität umgesetzt. Die Verfügbarkeit möglichst aktueller energetischer Gebäudeinformationen ist elementar. Zum einen, um die grössten Hebel für Emissionsreduktionen zu identifizieren, zum anderen, um die aktuellen Entwicklungen im Portfolio überhaupt abbilden zu können. Für einige der beschriebenen Massnahmen ist der Konzern BKB Partnerschaften eingegangen, wie zum Beispiel mit der Fachhochschule Nordwestschweiz für den Aufbau und die Durchführung des CAS Sustainable Finance.
Massnahmen im Hypothekargeschäft
Firmenkunden- und Anlagegeschäft
Etwa die Hälfte der finanzierten Emissionen aus dem Bilanzgeschäft geht auf das nicht hypothekarisch gedeckte Firmenkundengeschäft zurück (Bilanzposition Forderungen gegenüber Kunden). Der Konzern BKB ist bestrebt, auch für das Firmenkundengeschäft kurzfristige Klimaziele zu setzen (betrifft hauptsächlich das Stammhaus). Aufgrund der im Vergleich zum Hypothekargeschäft deutlich geringeren Streuung der finanzierten Emissionen, können Verbesserungen in der Datenqualität substanzielle Veränderungen in den Emissionskennzahlen auslösen. Daher hat man die Auswirkungen der erweiterten Berichtspflichten über Klimabelange für grosse Unternehmen zunächst abgewartet. Eine weitere relevante Entwicklung ist der im Berichtsjahr erstmals veröffentlichte Netto-Null-Standard für Finanzinstitute der SBTi.
Im Berichtsjahr wurden die Arbeiten an Klimazielen für das Firmenkundengeschäft unter Berücksichtigung des neuen Standards vorangetrieben. Zudem wurden erste Analysen zu Klimazielen im kundenbezogenen Anlagegeschäft, durchgeführt. Der Konzern BKB ist bestrebt, im Jahr 2026 Zwischenziele für das Firmenkundengeschäft und das kundenbezogene Anlagengeschäft festzulegen. Damit würden im Konzern BKB für alle Geschäftsfelder, die einen wesentlichen Teil zu den finanzierten Emissionen beitragen, kurzfristige Zwischenziele auf dem Weg zu Netto-Null 2050 bestehen.
Unabhängig davon existieren seitens Stammhaus BKB bereits verschiedene Massnahmen, die darauf abzielen, das Firmenkundengeschäft auf die übergeordnete Ambition für das Kerngeschäft auszurichten (globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad bzw. möglichst nicht höher als 1,5 Grad). Die wesentlichen Finanzierungsprodukte hierbei sind der Green Loan, bei dem die Mittelverwendung an spezifische klimafreundliche Vorhaben gebunden ist, sowie der Sustainability-linked Loan. Dieses Produkt verknüpft die Entwicklung bestimmter Nachhaltigkeits-KPI des Firmenkunden, wie zum Beispiel der CO2-Reduktion, mit den Kreditkonditionen und schafft dadurch zusätzliche Anreize. Zudem engagiert sich das Stammhaus BKB in verschiedenen Initiativen zur Förderung und Beratung von Startups und KMU.
Der Konzern BKB fokussiert mit seinen Massnahmen auf «transformierbare» Sektoren, die auch in einer klimaverträglichen Wirtschaft ihren Platz haben. Der Konzern BKB finanziert keine Unternehmen, die in der Förderung fossiler Energien oder in der Energieerzeugung aus Kohle und/oder Öl tätig sind.
Risikomanagement
(GRI 3-3 e. und f.)
Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement, das im Anhang zum Jahresabschluss Konzern BKB im Abschnitt Erläuterungen zum Risikomanagement ausführlich beschrieben wird. Dieses gilt auch für alle klimabezogenen Risiken. So ist im Reglement Risikomanagement, das als Rahmenkonzept für das konzern- und institutsweite Risikomanagement dient, festgehalten, dass klimabezogene Risiken Treiber der bestehenden Risikoarten darstellen und in das Management der einzelnen Risikoarten zu integrieren sind. Der Risikomanagement-Prozess des Konzerns BKB ist in die Schritte Identifikation, Beurteilung, Steuerung und Überwachung unterteilt.
Im Folgenden werden ausschliesslich die klimaspezifischen Aspekte im Risikomanagement-Prozess sowie die Massnahmen im Berichtsjahr erläutert.
Identifikation und Beurteilung klimabezogener Risiken
Im Konzern besteht ein Risikoinventar, das Klimarisikotreiber mit potenziellem Einfluss auf die Finanzlage und/oder die Reputation des Konzerns umfasst. Als Orientierungsrahmen wird auf die Sub-Kategorien von Transitionsrisiken und physischen Risiken gemäss der ehemaligen TCFD abgestellt. Die identifizierten Klimarisikotreiber werden anhand möglicher Transmissionskanäle weiteren Risikoparametern zugeordnet, mit denen wiederum die Zuordnung zu den bestehenden Risikokategorien erfolgt. Die Einschätzung der Wesentlichkeit der Risiken erfolgt über eine Bewertung der potenziellen finanziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Im Berichtsjahr wurde mit der Überarbeitung des Risikoinventars begonnen. Dies insbesondere vor dem Hintergrund neuer Anforderungen aus dem FINMA-Rundschreiben «Naturbezogene Finanzrisiken».
Bei dem Risikoinventar handelt es sich um ein risikoartenübergreifendes Inventar, das sich nicht auf klimabezogene Risikotreiber beschränkt. Damit soll die Integration der klima- und naturbezogenen Finanzrisiken in die gesamthafte Risikoidentifikation und die methodische Konsistenz sichergestellt werden.
Wesentliche Klimarisiken werden, wenn immer möglich, in die bestehenden Beurteilungsprozesse- und
-methoden der jeweiligen Risikoart integriert. Dazu wurden im Jahr 2023 der Kreditrisiko-Stresstest für das Hypothekarportfolio und im Jahr 2024 der Kreditrisiko-Stresstest für die grossen Kreditpositionen um Klimarisikotreiber erweitert. Die Integration der Klimarisiken in die bestehenden Prozesse zur Risikobeurteilung soll in den nächsten Jahren weiter vorangetrieben werden.
Steuerung und Überwachung klimabezogener Risiken
Bei der Steuerung der klimabezogenen Risiken spielt die im Klimaplan festgehaltene Reduktion der finanzierten Treibhausgasemissionen im Einklang mit den Pariser Klimazielen eine zentrale Rolle. Weitere Massnahmen sollen auf Basis der aktuellen Überarbeitung des Risikoinventars analysiert werden.
In Bezug auf Greenwashing-Risiken steht allen Mitarbeitenden eine umfassende Wissensplattform zum Thema Greenwashing zur Verfügung. Zudem werden Greenwashing-Risiken im Rahmen von internen Schulungen für Kundenberatende regelmässig thematisiert. Weiter hat der Konzern BKB ein Projekt lanciert, das die Umsetzung der beiden Selbstregulierungen der SBVg und der AMAS sicherstellt, die sich spezifisch auf Greenwashing-Risiken im Anlagegeschäft und in der Anlageberatung beziehen.
Die operationellen Risiken, die aus Unterbrüchen kritischer Geschäftsprozesse wegen physischer Klimaereignisse resultieren könnten, werden im Business Continuity Management adressiert. So besteht beispielsweise eine Georedundanz (d. h. ein Backup der gesamten IT-Infrastruktur und Daten) zur Gewährleistung kritischer Rechenzentrumsfunktionen. Operationelle Risiken im Zusammenhang mit dem ökologischen Fussabdruck des Bankbetriebs werden durch die Erfassung der betrieblichen Umweltdaten erkannt und im Rahmen des systematischen, betrieblichen Umweltmanagements des Konzerns BKB (siehe nächster Abschnitt) durch verschiedene Massnahmen, wie die Reduktion der betrieblichen Treibhausgasemissionen, mitigiert (vgl. Klimaplan Betrieb).
Die interne und externe Berichterstattung erfolgt grundsätzlich in den bestehenden Gefässen und wird im Zuge der laufenden Arbeiten zum Klimarisikomanagement erweitert.
Kennzahlen und Ziele
Treibhausgasbilanz und weitere Kennzahlen im Betrieb
(GRI 3-3 c. bis f., 301-1, 301-2, 302-1, 303-3, 305-1, 305-2, 305-3, 305-4, 305-5, 306-3, 306-4, 306-5)
Anteilige Zusammensetzung der betrieblichen Emissionen des Konzerns BKB (Scope 1, 2 und 3) in der Erhebungsperiode 2024/2025 in Prozent
Das im Jahr 2005 implementierte, umfassende betriebliche Umweltmanagementsystem des Konzerns BKB wird von der bankinternen Fachstelle Nachhaltigkeit umgesetzt. Die betrieblichen Umweltdaten werden jährlich für den Konzern erfasst. Um eine gesamte Heizperiode abzudecken und die zeitgerechte Datenverfügbarkeit sicherzustellen, erfolgt die Erhebung der Umweltdaten jeweils kalenderjahrübergreifend vom 1. Juli bis zum 30. Juni. Als Dienstleistungsunternehmen hat der Konzern BKB vergleichsweise geringe direkte Umweltauswirkungen. Für die systematische Quantifizierung und Berichterstattung der betrieblichen Treibhausgasemissionen lehnt sich der Konzern an den ISO-Standard 14064-1 «Quantifizierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen auf Organisationsebene» an. Nebst ISO 14064-1 berücksichtigt die Bilanzierung Empfehlungen des Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard (GHG Protocol), von WRI (World Resources Institute) und WBCSD (World Business Council for Sustainable Development). Der Konzern erhebt seine betrieblichen CO₂-Emissionen bereits seit 2005 und hat sich seither als Teil des betrieblichen Umweltmanagements wiederholt Reduktionsziele gesetzt und Massnahmen ergriffen. In den vergangenen Jahren wurden grosse Fortschritte erzielt. In der letzten Erhebungsperiode 2024/2025 lagen die gesamten betrieblichen Emissionen um 11% tiefer als im Basisjahr 2021/2022. Gegenüber der vorherigen Erhebung sind sie allerdings um 19 % auf 1607 Tonnen CO2e gestiegen. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf einmalige grössere Anschaffung von IT-Geräten (Scope 3) zurückzuführen. Die Summe der Scope-1- und Scope-2-Emissionen ist weiterhin rückläufig und im Vergleich zur Vorperiode um 8,5 % gesunken.
Kennzahlen Betrieb
Erfassungsperiode 1 | 2025/2024 | 2024/2023 | |
|---|---|---|---|
Scope 1 CO2e-Emissionen [GRI 305-1] | in Tonnen | 239 | 286 |
Kühlmittel | in kg | 34 | 11 |
Geschäftsreisen (interne Fahrzeuge) | in Liter | 3 223 | 3 357 |
Heizung (Erdgas, Heizöl und Holz) | in kWh | 817 178 | 1 168 329 |
Stromproduktion Photovoltaik | in kWh | 97 837 | 0 |
Stromproduktion Dieselgenerator | in kWh | 3 364 | 7 366 |
Scope 2 CO2e-Emissionen [GRI 305-2] | in Tonnen | 85 | 68 |
Stromverbrauch | in kWh | 4 691 392 | 4 682 216 |
Heizung (Fernwärme und -kälte) | in kWh | 1 374 430 | 1 208 472 |
Scope 3 CO2e-Emissionen [GRI 305-3] | in Tonnen | 1 283 | 994 |
Energiebereitstellung Emissionen | in Tonnen | 119 | 135 |
Geschäftsreisen (externe Fahrzeuge) | in km | 965 992 | 815 736 |
Pendelfahrten | in km | 11 312 464 | 11 340 795 |
Papier (ohne Druckaufträge) [GRI 301-1] | in Tonnen | 32 | 34 |
davon Recyclingpapier [GRI 301-2] | in % | 93 | 90 |
Postversände | in 1000 Stk. | 2 641 | 2 717 |
Abfall [GRI 306-3] | in Tonnen | 114 | 122 |
davon getrennt und recycelt [GRI 306-4] | in % | 48 | 59 |
davon verbrannt [GRI 306-5] | in % | 52 | 41 |
Wasser [GRI 303-3] | in m3 | 14 567 | 10 452 |
Cloud-Dienstleistungen | in Tonnen CO2 | 6 | 0 |
IT-Geräte | |||
davon Laptops | Stk. | 1 895 | 0 |
davon Monitore | Stk. | 0 | 36 |
davon Handys | Stk. | 9 | 17 |
Energieverbrauch vermietete Flächen | in kWh | 1 190 514 | 1 332 268 |
Total betriebliche CO2e-Emissionen (Scope 1,2,3) 2 | in Tonnen | 1 607 | 1 315 |
Total betriebliche CO2e-Emissionen (Scope 1,2,3) pro FTE | in Tonnen | 1,24 | 1,00 |
FTE jeweils per 30. Juni | FTE | 1 299 | 1 311 |
1Erfassungsperioden jeweils vom 1. Juli bis zum 30. Juni.
2Energieverbrauch gesamt [GRI 302-1]: 6 833 000 kWh
Entwicklung der gesamten betrieblichen Emissionen des Konzerns BKB (Scope 1, 2 und 3) seit dem Basisjahr 2020/2021
in t CO2
Systemgrenzen und Basisjahr
Das Umweltmanagement wurde zuletzt im Jahr 2021 überarbeitet; dabei wurden die Systemgrenzen sowie die Methodik nach neuesten Entwicklungen und Erkenntnissen angepasst. Seit der Erhebungsperiode 2020/2021 erhebt der Konzern praktisch zu allen Standorten genaue Verbrauchsdaten. Davor wurden nur Daten zu den Hauptstandorten erfasst und für alle weiteren Standorte extrapoliert. Neben den bisherigen bürointernen Verbrauchsdaten wird zusätzlich der Stromverbrauch von externen Bankomaten, externen Servern, Stromverbrauch im Homeoffice (anhand von Durchschnittswerten) sowie die Energiebereitstellung für alle Scope-1- und Scope-2-Emissionsquellen berechnet. Deshalb gilt die Erhebungsperiode Juli 2020 bis Juni 2021 als Basisjahr für den betrieblichen Klimaplan. Im Jahr 2024 wurde die Systemgrenze der Treibhausgasbilanz aufgrund der neuen Richtlinien von Swiss Climate nochmals leicht verändert. Die Heizwerte für vom Konzern vermietete Flächen wurden in die Treibhausgasbilanz aufgenommen und Kapitalgüter wurden aus der Bilanz herausgenommen. Diese Änderungen wurden rückwirkend bis zum Basisjahr 2020/2021 vorgenommen, um die Vergleichbarkeit der Zahlen sicherzustellen.
Silber-Label von Swiss Climate

Von 2018 bis 2023 erhielt das ganzheitliche CO2-Management des Konzerns BKB von Swiss Climate das höchste Gütezeichen. Die Richtlinien für die Gütezeichen von Swiss Climate wurden 2024 überarbeitet und basierend auf den Entwicklungen am Markt verschärft sowie in Anlehnung an Best-Practice-Richtlinien (bspw. SBTi oder TCFD) angepasst.
Für die jüngste Erhebungsperiode von Juli 2024 bis Juni 2025 erhielt der Konzern BKB das Silber-Label. Damit bescheinigen die unabhängigen Experten von Swiss Climate, dass der Konzern BKB zu allen relevanten Kategorien Emissionsdaten erhebt, ambitionierte mittel- und langfristige Ziele setzt und diese mit passenden Massnahmen verfolgt. Das Gütezeichen von Swiss Climate beinhaltet eine externe Prüfung der gesamten betrieblichen Treibhausgasbilanz des Konzerns durch die Société Générale de Surveillance SA (SGS).
Der Konzern BKB ist Mitglied der Energieagentur der Wirtschaft (EnAW) und nimmt seit 2004 an deren Energie-Modell teil. Dabei unterstützt die EnAW den Konzern beim Planen und Umsetzen von energetischen Massnahmen und prüft regelmässig die Fortschritte. Durch jährliches Monitoring und regelmässige Begehungen werden Potenziale zur Senkung des Energieverbrauchs identifiziert und daraus Ziele und Massnahmen abgeleitet.
Der Konzern unterstützt durch den Kauf von CO2-Zertifikaten im Umfang der gesamten aktuellen betrieblichen Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen das Waldklimaschutzprojekt Frenkentäler in der Region Basel.
Erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung im Betrieb
Der Energieverbrauch konnte seit Messbeginn massiv reduziert werden. Abgestimmt auf den aktuellen Klimaplan Betrieb strebt der Konzern BKB an allen Standorten den Ausbau erneuerbarer Energie und die effiziente Energienutzung an. Hierzu zählen der Anschluss an das Fernwärmenetz Basel, die energetische Sanierung aller Bürogebäude sowie weiterer Liegenschaften des Immobilienportfolios, der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen, die Reduktion von genutzten Flächen durch Flexibilisierung von Arbeitsplätzen und weitere Massnahmen zur betrieblichen Energieeffizienz.
Die CO2-Emissionen durch das Heizen der bankeigenen Gebäude machen den zweitgrössten Anteil der betrieblichen Emissionen aus (22 %). In der Erhebungsperiode 2024/2025 widerspiegelte sich der positive Effekt des Wechsels von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme. Praktisch alle Gebäude im Besitz des Stammhauses BKB werden mit erneuerbarer Energie beheizt. Nur einige der gemieteten Flächen für die Bank Cler werden noch fossil beheizt. Dazu kommt eine Veränderung der Flächennutzung: Durch Umbauten, veränderte oder verkleinerte Nutzflächen reduzierte sich der tatsächliche Heizbedarf an mehreren Standorten spürbar. Die aggregierten Scope-1- und Scope-2-Emissionen sind deshalb im Vergleich zum Vorjahr und auch im Vergleich zum Basisjahr gesunken (siehe Grafik). Zukünftig werden weitere Gebäude auf erneuerbare Heizsysteme wechseln, was sich positiv auf die CO2-Bilanz auswirken wird.
Entwicklung der betrieblichen Scope-1- und Scope-2-Emissionen des Konzerns BKB seit dem Basisjahr 2020/2021
in t CO2
Im Ausbau der Fernwärmenutzung und deren Anteil an erneuerbaren Energiequellen ist das Stammhaus BKB auf die Verfügbarkeit und Datenzugänglichkeit durch den Kanton Basel-Stadt und die Wärmeverbünde als Netzbetreiber angewiesen. Nur noch eine Liegenschaft im Besitz der BKB im Kanton Basel-Stadt wird mit nicht-erneuerbaren Energien beheizt. Die Umstellung an das Fernwärmenetz soll so rasch wie möglich erfolgen. Drei gemietete Standorte im Kanton Basel-Stand werden ebenfalls noch mit nicht-erneuerbaren Energien beheizt. Der grösste Anteil an nicht-erneuerbaren Heizsystemen befindet sich an den gemieteten Standorten der Bank Cler. Bei der Liegenschaft im Besitz der BKB ist die Umstellung der Heizsysteme geplant, wobei mit einer Umstellung aufgrund der Bereitstellung von Fernwärme erst im Jahr 2030 zu rechnen ist. Zusätzlich ist die BKB im Austausch mit den Vermietern und setzt sich bei allen eingemieteten Standorten für den Einsatz erneuerbarer Heizsysteme ein. Das Nachfüllen der Kühlmittel unterliegt jeweils grossen jährlichen Schwankungen. In der aktuellen Periode musste 69 % mehr Kühlmittel nachgefüllt werden als im Jahr davor.
Mit energetischen Gebäudesanierungen sollen langfristig weitere grosse Energieeinsparungen erzielt werden. Bei der Bank Cler wurde im Jahr 2025 am Standort Solothurn die Erdölheizung durch einen Fernwärme-Anschluss ersetzt, in Lugano wurde die Gasheizung durch eine Biogas-Anlage ersetzt. Dazu sind bei der Bank Cler aktuell zwei Vorhaben in Planung, bzw. Ausführung: Die Gesamtsanierung der Geschäftsstelle in Lausanne soll in den Jahren 2027 und 2028 nach dem Minergie-P-Eco-Standard erfolgen. Das Baugesuch wurde im Jahr 2024 bewilligt. Das zweite Projekt mit erheblichen Optimierungspotenzial betrifft die Gesamtsanierung der Geschäftsstelle Zürich Urania. Der Umbau soll Ende Jahr 2026 fertiggestellt werden. Der Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadt Zürich erfolgt spätestens im Jahr 2030, bzw. sobald dieser von Seiten Energielieferant vorhanden ist.
Die BKB hat im Oktober 2025 den Standort Greifengasse aufgegeben und mit dem neuen Standort Clara ersetzt. Beim Umzug wurden, wo immer möglich, bauliche Materialien und Möbel aus dem alten Standort wiederverwendet. Der neue Standort ermöglicht eine zukünftige Bündelung der räumlichen und personellen Ressourcen.
Im Berichtsjahr hat der Konzern BKB keine Massnahmen zur weiteren Reduktion der gemieteten Büroflächen vorangetrieben.
Weitere Kennzahlen im Betrieb
Der Anteil an klimafreundlichen Pendelfahrten der Mitarbeiten liegt zwar heute bereits bei rund 81 % und somit deutlich über dem Schweizer Durchschnitt, in der Erhebungsperiode 2024/2025 machten die Pendelfahrten jedoch immer noch den grössten Anteil der betrieblichen CO2-Bilanz aus (30 %, siehe Grafik). Die Pendelfahrten werden alle zwei Jahre anhand einer Umfrage erhoben. Im Herbst 2024 wurde die Umfrage detaillierter und mit besseren Teilnahmeanreizen durchgeführt. Mit einer Rücklaufquote von 75 % konnte die Datengrundlage deutlich verbessert werden. Deshalb und aufgrund der Veränderung der Emissionsfaktoren gingen die Emissionen aus Pendelfahrten trotz steigender Anzahl zurückgelegter Kilometer im Vergleich zur Vorperiode deutlich zurück (–15 %).
In der Periode 2024/25 wurde konzernweit eine Erneuerung der Laptops durchgeführt. Der Anstieg der betrieblichen Scope-3-Treibhausgasemissionen ist hauptsächlich auf diese Beschaffung zurückzuführen. Die durch den Einkauf von IT-Geräten verursachten CO₂-Emissionen machen mit rund 20 % den drittgrössten Anteil an den betrieblichen Emissionen aus. Im Vergleich zum Basisjahr sind die Emissionen aus der Beschaffung von IT-Geräten um 266 % gestiegen, was einer Zunahme von 235 t CO₂ entspricht. Da die Bilanzierung nach der Anschaffungslogik erfolgt, werden die Emissionen vollständig in dem Jahr erfasst, in dem die Geräte bestellt werden. Da IT-Geräte nicht jährlich und zudem in unterschiedlichen Mengen beschafft werden, kann es in der CO₂-Bilanz zu entsprechenden Schwankungen kommen.
Mit grossem Abstand (hinter den Pendelfahrten und IT-Geräten sowie der Heizung, siehe oben) folgen die mit dem Papierverbrauch und den Druckaufträgen verbundenen Emissionen (7 %). Hier sowie beim Versand von Dokumenten hat der Konzern in den nächsten Jahren durch die Förderung der digitalen Kommunikation und das gezieltere Anschreiben der Kundinnen und Kunden ein hohes Reduktionspotential. Bereits in der aktuellen Erhebungsperiode 2024/2025 sind der Papierverbrauch um 10 % und der Versand von Dokumenten um 3,3 % gesunken.
Treibhausgasemissionen und weitere Kennzahlen im Kerngeschäft
(GRI 305-3, 305-4, 305-5)
Seit 2023 legt der Konzern BKB die Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft offen. 2024 folgte ergänzend die Offenlegung der finanzierten Emissionen aus den eigenen Finanzanlagen. Im Berichtsjahr wurde die Offenlegung um die finanzierten Emissionen aus dem kundenbezogenen Anlagegeschäft erweitert. Im Gegensatz zu den eigenen Finanzanlagen handelt es sich hierbei um ausserbilanzielle Geschäfte.
Die finanzierten Treibhausgasemissionen sind Bestandteil der Scope-3-Emissionen des Konzerns BKB und machen – wie für Finanzdienstleister üblich – den mit Abstand grössten Teil des Treibhausgasinventars aus. Zur Ermittlung der finanzierten Emissionen wendet der Konzern BKB den global etablierten Standard der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) an. Es erfolgt eine Unterteilung in die für das Konzern-Portfolio relevanten PCAF-Asset-Klassen Unternehmenskredite*, Wohnimmobilien**, Gewerbeimmobilien*** und börsennotierte Aktien und Unternehmensanleihen. In vielen Fällen müssen die Emissionen approximativ bestimmt werden, da die tatsächlichen Emissionswerte der Firmenkunden, Emittenten und finanzierten Liegenschaften nicht bekannt sind. Dazu werden neben den Daten aus internen Systemen auch Informationen aus externen Datenquellen herangezogen, wie insbesondere dem eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister.
* Beinhaltet nicht hypothekarisch gedeckte Firmenkredite.
** Beinhaltet Finanzierungen von Immobilien mit überwiegender Wohnnutzung.
*** Beinhaltet Finanzierungen von überwiegend gewerblich genutzten Immobilien.
Mit dem PCAF-Data-Score wird die Qualität der zugrundeliegenden Daten beurteilt, wobei 1 die höchste und 5 die tiefste Qualitätsstufe darstellt. Im Konzern BKB befinden sich verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Datenqualität in Umsetzung. Sollten veränderte Datenverfügbarkeiten oder andere Entwicklungen, z. B. in Bezug auf die Methodik, in Zukunft zu bedeutenden Korrekturen der finanzierten Emissionswerte führen, würde der Konzern BKB nach Möglichkeit die Anpassungen auch rückwirkend vornehmen. Dies gilt insbesondere für das Basisjahr 2023, auf das sich die aktuellen Reduktionsziele im Kerngeschäft beziehen.
Kennzahlen zum Bilanzgeschäft
31.12.2025 | Kreditvolumen2 | Finanzierte Emissionen Scope 1 & 2 | Intensität Scope 1 & 23 | PCAF Data-Score Scope 1 & 24 | Abdeckung Scope 1 & 2 5 | Finanzierte Emissionen Scope 3 | PCAF Data-Score Scope 34 | Abdeckung Scope 35 | Anteil grüne Finanzie- rungen6 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Bilanzkonto/PCAF Asset Klasse/Sektor 1 | in Mio. CHF | in t CO2e | in t CO2e | in % | in t CO2e | in % | in % | ||
Forderungen gegenüber Kunden | |||||||||
Unternehmenskredite | 2 827 | 138 533 | 49,0 | 3,1 | 100,0 | 404 907 | 4,1 | 99,3 | 17,1 |
CO2-intensive Sektoren | 1 291 | 115 893 | 89,8 | 3,0 | 100,0 | 259 839 | 4,0 | 99,6 | 24,2 |
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (A) | 0 | 19 | 334,3 | 4,0 | 99,9 | 6 | 4,0 | 99,9 | - |
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden (B) | 40 | 11 714 | 290,4 | 4,0 | 100,0 | 2 745 | 4,0 | 100,0 | - |
Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren (C) - Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden | 62 | 52 768 | 853,5 | 2,9 | 100,0 | 14 284 | 4,0 | 100,0 | 45,1 |
Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren (C ) - sonstige | 618 | 34 151 | 55,3 | 2,6 | 100,0 | 188 934 | 4,0 | 97,5 | 5,5 |
Energieversorgung (D) | 493 | 15 798 | 32,0 | 3,2 | 100,0 | 41 553 | 4,0 | 102,2 | 50,8 |
Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (E) | 0 | 119 | 1 197,0 | 4,0 | 100,0 | 170 | 4,0 | 100,0 | - |
Baugewerbe/Bau (F) | 14 | 681 | 49,2 | 4,0 | 100,0 | 6 482 | 4,0 | 100,0 | - |
Verkehr und Lagerei (H) | 64 | 644 | 10,0 | 4,0 | 100,0 | 5 664 | 4,0 | 100,0 | - |
Weitere Sektoren | 1 536 | 22 640 | 14,7 | 3,2 | 100,0 | 145 068 | 4,1 | 99,0 | 11,2 |
Hypothekarforderungen | |||||||||
Wohnimmobilien | 28 022 | 103 855 | 3,7 | 3,9 | 100,0 | ||||
Gewerbeimmobilien | 5 442 | 35 012 | 6,4 | 3,9 | 100,0 | ||||
Finanzanlagen | |||||||||
Börsennotierte Aktien und Unternehmensanleihen | 906 | 7 965 | 8,8 | 4,1 | 71,8 | 13 744 | 4,8 | 70,7 | |
Total per 31.12.2025 | 37 196 | 285 365 | 7,7 | 3,9 | 99,3 | 418 651 | 4,3 | 92,3 | |
1Gemäss der allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA).
2Das Kreditvolumen wird auf Ebene der Asset Klasse (nicht des Bilanzkontos) angegeben.
3Finanzierte Emissionen (Scope 1 und 2) im Verhältnis zum Kreditvolumen.
4Beurteilung der Datenqualität, die der Ermittlung der finanzierten Emissionen zugrunde liegt. Von 1 bis 5, wobei 1 die höchste Qualitätsstufe darstellt.
5Anteil des ausgewerteten Kreditvolumens am Gesamtvolumen der Asset Klasse.
6Anteil des Kreditvolumens, das in Form eines Green Loans oder eines Sustainability-linked Loans mit mindestens einem KPI mit CO2-Bezug ausgegeben ist.
31.12.2024 | Kreditvolumen2 | Finanzierte Emissionen Scope 1 & 2 | Intensität Scope 1 & 23 | PCAF Data-Score Scope 1 & 24 | Abdeckung Scope 1 & 2 5 | Finanzierte Emissionen Scope 3 | PCAF Data-Score Scope 34 | Abdeckung Scope 35 | Anteil grüne Finanzie- rungen6 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Bilanzkonto/PCAF Asset Klasse/Sektor 1 | in Mio. CHF | in t CO2e | in t CO2e | in % | in t CO2e | in % | in % | ||
Forderungen gegenüber Kunden | |||||||||
Unternehmenskredite | 3 078 | 161 052 | 52,3 | 3,1 | 100,0 | 478 467 | 4,0 | 100,0 | 17,1 |
CO2-intensive Sektoren | 1 526 | 143 901 | 94,3 | 3,0 | 100,0 | 346 973 | 4,0 | 100,0 | 19,9 |
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (A) | 0 | 19 | 304,5 | 4,0 | 100,0 | 6 | 4,0 | 100,0 | - |
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden (B) | 39 | 13 031 | 332,2 | 4,1 | 100,0 | 3 054 | 4,1 | 100,0 | - |
Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren (C) - Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden | 50 | 63 081 | 1 263,6 | 2,7 | 100,0 | 13 301 | 4,0 | 100,0 | 56,4 |
Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren (C) - sonstige | 827 | 43 461 | 52,5 | 2,7 | 100,0 | 254 910 | 4,0 | 100,0 | 3,9 |
Energieversorgung (D) | 513 | 18 276 | 35,6 | 3,3 | 100,0 | 43 904 | 4,0 | 100,0 | 47,3 |
Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (E) | 1 | 51 | 59,3 | 4,0 | 100,0 | 183 | 4,0 | 100,0 | - |
Baugewerbe/Bau (F) | 24 | 1 036 | 42,4 | 3,3 | 100,0 | 13 034 | 4,0 | 100,0 | - |
Verkehr und Lagerei (H) | 71 | 4 946 | 69,8 | 3,8 | 100,0 | 18 580 | 4,0 | 100,0 | - |
Weitere Sektoren | 1 552 | 17 152 | 11,0 | 3,2 | 100,0 | 131 494 | 4,1 | 100,0 | 14,5 |
Hypothekarforderungen | |||||||||
Wohnimmobilien | 28 013 | 118 431 | 4,2 | 4,0 | 100,0 | ||||
Gewerbeimmobilien | 5 740 | 40 832 | 7,1 | 4,0 | 100,0 | ||||
Total per 31.12.2024 | 37 512 | 329 723 | 8,8 | 3,9 | 99,7 | 492 350 | 4,2 | 96,7 |
1Gemäss der allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA).
2Das Kreditvolumen wird auf Ebene der Asset Klasse (nicht des Bilanzkontos) angegeben.
3Finanzierte Emissionen (Scope 1 und 2) im Verhältnis zum Kreditvolumen.
4Beurteilung der Datenqualität, die der Ermittlung der finanzierten Emissionen zugrunde liegt. Von 1 bis 5, wobei 1 die höchste Qualitätsstufe darstellt.
5Anteil des ausgewerteten Kreditvolumens am Gesamtvolumen der Asset Klasse.
6Anteil des Kreditvolumens, das in Form eines Green Loans oder eines Sustainability-linked Loans mit mindestens einem KPI mit CO2-Bezug ausgegeben ist.
Die Tabellen zeigen die finanzierten Emissionen und weitere Kennzahlen zu klimabezogenen Risiken und Chancen im Bilanzgeschäft, aufgeteilt in die für das Konzern-Portfolio relevanten PCAF-Asset-Klassen. Die Unternehmenskredite und das Hypothekargeschäft machen jeweils knapp die Hälfte der finanzierten Emissionen aus, während auf die Finanzanlagen etwa 3 % entfallen. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass dies nur einen Teil der Finanzanlagen abbildet, da im verwendeten PCAF-Standard* nicht alle in den Finanzanlagen gehaltenen Produkttypen abgedeckt sind. Ob die kürzlich veröffentlichte neue Auflage des Standards eine höhere Abdeckung ermöglicht, soll im Jahr 2026 geprüft werden.
* PCAF (2022). The Global GHG Accounting and Reporting Standard Part A: Financed Emissions. Second Edition.
Knapp die Hälfte des Firmenkreditvolumens ist an Unternehmen in CO2-intensiven Sektoren vergeben und für 84 % der finanzierten Emissionen in dieser Asset Klasse verantwortlich. Die finanzierten Emissionen in diesem Geschäftsfeld sind im Berichtsjahr weiter gesunken. Neben geringeren Kreditvolumen in CO2-intensiven Sektoren, die den Haupttreiber für diese Entwicklung darstellen, tragen auch Emissionsreduktionen durch die finanzierten Unternehmen dazu bei. Der Anteil grüner Finanzierungen blieb insgesamt stabil, wobei im Energiesektor die Finanzierung erneuerbarer Energien ausgebaut werden konnte. Der Anteil grüner Finanzierungen stieg hier auf 51 %.
Im Hypothekargeschäft sind die finanzierten Emissionen ebenfalls zurückgegangen, bei nahezu unverändertem Kreditvolumen. Entsprechend ist die Intensität im Berichtsjahr gesunken – dies gilt sowohl für die Wohn- als auch für die Gewerbeimmobilien. Weitere Ausführungen zu den Entwicklungen im Hypothekargeschäft sind im Abschnitt zur Zielerreichung enthalten.
Kennzahlen im ausserbilanziellen Geschäft
31.12.2025 | Volumen | Finanzierte Emissionen Scope 1 & 2 | Intensität Scope 1 & 2 | PCAF Data-Score Scope 1 & 21 | Abdeckung Scope 1 & 2 | Finanzierte Emissionen Scope 3 | PCAF Data-Score Scope 3 | Abdeckung Scope 3 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
in 1000 CHF | in t CO2e | in t CO2e | in % | in t CO2e | in % | |||
Kundenbezogenes Anlagegeschäft | 19 109 327 | 463 915 | 32,8 | 1,8 | 74,1 | 5 874 510 | 2,3 | 74,0 |
1Der hier ausgewiesene PCAF Data Score bezieht sich auf 57% des Gesamtvolumens. Die geringere Abdeckung ist darauf zurückzuführen, dass dem Konzern BKB zu Dritt-Fonds keine PCAF Data Scores vorliegen.
Die Berechnungsbasis der finanzierten Emissionen im kundenbezogenen Anlagegeschäft umfasst das Depotvolumen der Kundinnen und Kunden des Konzerns BKB, das Volumen aus Vermögensverwaltungsmandaten mit Depotführung bei Drittbanken sowie das Volumen konzerneigener Fonds, die ausserhalb des Konzerns bei Drittinstituten gehalten werden. Nicht enthalten sind Kundendepots, die von externen Vermögensverwaltern betreut werden, sowie Kundendepots (vor allem von Privatpersonen), bei denen keine Beratungs- oder Vermögensverwaltungsdienstleistung in Anspruch genommen wird (z. B. Easy Trading Depot). Die dargestellten Zahlen enthalten keine Doppelzählungen der durch den Konzern BKB selbst verwalteten Fonds. Zudem sind als liquide Mittel gehaltene Volumen in dieser Auswertung nicht berücksichtigt.
Für die finanzierten Emissionen aus dem kundenbezogenen Anlagegeschäft stellt der Konzern BKB auf Berechnungen von MSCI ab*. Gemessen am Gesamtvolumen können zu 74 % der Volumen Angaben zu den finanzierten Emissionen gemacht werden. In den meisten Fällen kann auf berichtete Emissionswerte der Wertschriftenemittenten zurückgegriffen werden, was sich im guten Data-Score von 1.8 (Scope 1 & 2) und 2.3 (Scope 3) widerspiegelt.
* Verwendung von Berechnungen gemäss dem «Essential Climate Risk Report» von MSCI.
Aktueller Stand der Zielerreichung
(GRI 3-3 e., 305-5)
Generell lassen die aktuell vorhandenen Daten keine genaue Berechnung zu, welcher Anteil der Senkung der Treibhausgasemissionen im Berichtsjahr (resp. in den Vorjahren) eine direkte Folge von ergriffenen Initiativen ist.
Grundsätzlich geht die Entwicklung der betrieblichen Emissionen (sowohl beim Scope 1 & 2, als auch beim Scope 3) im Vergleich mit dem Basisjahr 2020/2021 im Hinblick auf die Ziele per 2030 in die richtige Richtung. Bei den betrieblichen Scope-3-Emissionen ist dabei der einmalige Sondereffekt aus der Laptop-Beschaffung in der Periode 2024/2025 zu beachten.
Auch die Entwicklung der finanzierten Emissionen im Hypothekargeschäft entwickelt sich positiv, wobei die verfügbare Zahlenreihe hier noch deutlich kürzer ist. Die physische Intensität im Sektor Wohnimmobilien konnte im Vergleich zum Basisjahr 2023 um 10,4 % und im Sektor Gewerbeimmobilien um 6,6 % reduziert werden. Die Reduktionen sind auf einen wachsenden Anteil nicht fossiler Heizungsquellen im Hypothekarportfolio des Konzerns BKB zurückzuführen. Neben den Beratungs- und Produktangeboten im Bereich energetischer Sanierungen legt der Konzern BKB einen Schwerpunkt auf die laufende Verbesserung der Datenqualität, insbesondere auf die Aktualisierung älterer Gebäudeinformationen.
Übersicht Klimaziele und Zielerreichungsfortschritt
Bereich | Zieljahr | Ziel | Basisjahr | Wert Basisjahr | Wert 2025 | Bisherige Reduktion | Methode | Szenario |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Betriebliche THG-Emissionen Scope 1 und 2 | 2030 | Reduktion der absoluten Emissionen um 42 % | 2020/2021 | 481 t CO2e | 324 t CO2e | 33,0% | Absolute Contraction Scope 1 und 2 | - |
2050 | Reduktion der absoluten Emissionen um 90 % | |||||||
Betriebliche THG-Emissionen Scope 3 | 2030 | Reduktion der absoluten Emissionen um 25 % | 2020/2021 | 1211 t CO2e | 1283 t CO2e | 3,0% | Absolute Contraction Scope 3 | - |
Finanzierte Emissionen Hypotheken - Wohnimmobilien | 2030 | Reduktion der physischen Emissionsintensität um 54 % | 2023 | 21,5 kg CO2e/m2 | 19.3 kg CO2e/m2 | 10,4% | Sectoral Decarbonization Approach Scope 1 und 2 | CRREM 1.5 Grad |
Finanzierte Emissionen Hypotheken - Gewerbeimmobilien | 2030 | Reduktion der physischen Emissionsintensität um 50 % | 2023 | 29,9 kg CO2e/m2 | 27.9 kg CO2e/m2 | 6,6% | Sectoral Decarbonization Approach Scope 1 und 2 | CRREM 1.5 Grad |